Zum Inhalt springen

2015...das Quatschen geht weiter


Gast BineOmi
 Teilen

Empfohlene Beiträge

....ach, Bine, "das Bild"..... es war doch eingepackt .. :lol: Und der Hund sieht fast so aus, wie der von unserer Tochter.

 

Ich habe noch mal nachgeschaut, die Freundin unseres Sohnes hatte kein Strickding sondern so einen "Loom" (heißt das so?). Sie strickte nicht in Runden. Sondern in Reihen ....so was habe ich noch nie gesehen. Obwohl man mit dem Ding auch rund "stricken" könnte.

Jedenfalls macht es ihr viel Spaß .....

 

Liebe Grüße

 

Rosalie

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Oh ja, der Baktus sieht schon warm aus alleine wegen der tollen Farben! Jaja, unsere Bine .... schön für Rosalie, freuen ist immer gut. :P

 

Jutta, das ist so doof mit dem Geschäft bei Dir. Ich habe da ja so gar keine Ahnung von, gibt es da nicht Möglichkeiten, sich irgendwie beraten zu lassen, wie Du das am schnellsten und günstigsten los werden kannst? Ich glaube, mittlerweile wäre es wohl schon schön, wenn am Ende plus/minus NULL rauskäme, oder?

Es gibt doch so Konkursverwalter .... eine Bekannte von mir musste ihr Geschäft aufgeben und hatte da jemanden mit dran, der ihr z.B. noch Sachen in den Laden gebracht hat, die sie noch mit verkaufte...

Wenn Du so eine Möglichkeit hättest, die Sachen wo mit dazu geben zum Verkaufen oder eine Werkstatt, die die Teile dann allmählich bei sich mit verbauen könnte ....

Ich kann mir vorstellen, dass Du da langsam verzweifelst... :( Ich drücke weiter die Daumen!!

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Noch zu Mister Miller - ja, wir finden den auch kunffig! :P Unsere Kinder meinten, der sieht aus wie ein Teddy, gaaanz anders als unsere Jakobschafe! :)

Zur Zeit sind unsere Böcke extra gestellt, die "Arbeit" ist getan und so haben wir sie am letzten WE zusammen in eine Wiese gesperrt - auch noch 2 Bocklämmer von diesem Jahr, die noch zum Verkauf stehen.

2 Mädels behalten wir auch selbst, die sollten aber noch nicht gedeckt werden, standen immer noch extra und die sind nun wieder mit den Mutterschafen zusammen, also nur noch 2 Herden.

 

Die Böcke sind nur zur Deckzeit mit den Muttern zusammen, jetzt sind sie extra unter sich. Und zur Deckzeit wird gut sortiert - welcher Bock darf mit welchen Muttern zusammen und so kommen sie dann auch jeweils extra auf eine Wiese. Ansonsten ist es ihnen wirklich egal, ob das Mutter, Tochter oder Schwester ist ...

In der Natur passt da natürlich niemand auf, Bine. Genau weiß ich auch nicht, wie sich das regelt, in Herden wechselt ja oft der Deckbock oder - hengst oder Hirsch durch natürliche Auslese, so dass da kaum jemals derselbe zum Zuge kommt über mehrere Jahre. Die männlichen Jungtiere werden ja oft aus solchen Verbänden ausgeschlossen, wenn sie selbständig sind und bilden Halbstarkenrudel oder - gruppen (zB Löwen fallen mir da ein) und ehe sie geschlechtsreif und stark genug sind, sich als Rudelchef durchzusetzen, sind Mütter zu alt und Schwestern vielleicht auch nicht mehr da...

Und wenn es doch mal zur Inzucht kommt, muss es ja nicht direkt zur Katatsrophe führen - manche Züchter machen es ja sogar gezielt, um bestimmte Eigenschaften zu festigen z.B. in der Hundezucht. Und wenn kranke Nachkommen daraus hervor gehen, regelt es die Natur meist selbst, in dem diese Tiere nicht oder nicht lange überleben.

 

Jeminee, was für eine lange Erklärung ... :P

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

...was die bine aber auch für fragen stellt??????? :smiley: . aber trotzdem müßt ihr euch doch dann den jeweiligen stammbaum merken. und käme das raus, wenn ihr darauf gar nicht achten würdet. ich meine, kann das jemand nachprüfen?

 

ach übrigens, ich habe ja nun die ersten 4x physio hinter mir .... das ist ne ziemlich schmaerzhafte angelegenheit, tut so allgemein gut, behebt aber nicht wirklich das problem.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Natürlich wäre es möglich, Bine, durch DNA Tests eine Vaterschaft genau zu klären - aber bei Schafen wird das wohl eher nicht gemacht. :P

Bei millionenteuren Zuchtpferden z.B. könnte ich mir das aber durchaus vorstellen ...

 

Stammbäume gibt es tatsächlich auch für Schafe, na klar. Wenn man ein so genannter Herdbuchzüchter ist, dann stehen die Tiere wirklich auch offiziell in dem Herdbuch mit Nummern und Herkunft und Eltern und Großeltern ... Dann kommt auch ein offizieller Vertreter der Zuchtvereinigung und begutachtet und bewertet die Nachzucht, um dann zu entschiden, welches Tier Papiere bekommt, also gut genug ist dafür.

Das kostet aber einen Haufen Geld, so dass wir das nicht machen.

Trotzdem sind unsere Tiere genauso reinrassig wie die von "offiziellen" Züchtern.

 

Ein Züchter, der ernsthaft züchtet, macht sich natürlich Aufzeichnungen, welche Tiere da sind mit Nummern und Namen und welcher Bock mit welcher Mutter zusammen war und in welchem Zeitraum sie zusammen waren.

Denn um sicher zu gehen, dass alle gedeckt sind, kommen sie zum Ende der Deckzeit alle zusammen in eine Herde - falls ein Mutterschaf noch nicht gedeckt ist, bockt sie nochmal um - so nennt man das, wenn sie nochmal "heiß" wird und dann käme evtl. ein anderer Bock zum Sprung. Das ist dann der Chef im Ring bei mehreren Böcken, da wird gnadenlos jeder Konkurrent weg geboxt! :) In unserer Herde dann im Zweifel unser Thomas. Da haben die Kleinen gar keine Chance... :)

 

Im übernächsten Jahr werden wir zweifelsfrei sagen können, ob Mr. Miller zum Zuge kam, denn Mischlinge mit Jakobschafen sind zu 99% ganz schwarz. :P Da kann er dann nicht leugnen! ;) :D

 

Es gibt aber auch Schafhalter, die das nicht so genau nehmen. Wenn es "nur" darum geht, Lämmer zur Schlachtung zu produzieren, ist das auch okay.

Nur richtige Zucht geht ohne Aufzeichnungen nicht.

Bearbeitet von anschu
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wow, ein toller Himmel!!!!!!! Bei uns ist es heute etwas heller. Gestern sind wir komplett im Nebel verschwunden. Als wir um 17.30 Uhr vom Kieferorthopäden heimkamen, hatten wri noch etwa 50m Sicht. Und ich fühlte mich auf der Strasse, die ich sooo oft fahre, richtig unsicher. Im Nebel kommen die Kurven irgendwie immer an den Stellen, wo man sie nicht vermutet. Und der Gegenverkehr blendet dann extrem. Ich war froh, als wir von der Landstrasse wieder in bewohntes Gebiet kamen.

 

Um 11 Uhr muss ich Linus an der Schule abholen und dann mit ihm ins Nachbardorf (ca. 1km) gehen, wo er dann Xylophonunterricht hat. Bis im November konnte ich dann immer strickend auf dem Schulhof auf ihn warten. Aber das ist mir inzwischen doch zu kühl.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

andrea, das ist sehr spannend zu lesen. wir sind damals einfach zu einem züchter gefahren und haben der möcke ein liebesabendteuer gegönnt. da hat keiner gefragt, aus welchen stall die möcke stammte. muss aber okay gewesen sein, denn sie bekam 3 kerngesunde lämmer. aber eigentlich auch verkehrte welt. bei den menschen nennt man se x  gegen bezahlung prostitution, aber da zahlen doch die männer!!! :smiley:

Bearbeitet von BineOmi
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Och, ich denke, es gibt auch genug Frauen, die dafür bezahlen, Bine - ist nur nicht so in den Medien ... :P :P :P

 

Ist doch okay, wie ihr das mit Eurer Möcke gemacht habt - ihr wolltet ja nicht züchten im Sinne von Rasse erhalten, sondern einfach "nur" Lämmer und dann ist auch egal, welcher Bock. Und den Tieren ist es letztlich erst recht egal - wenn sie in Stimmung sind, "darf jeder ran"! ;) :D

Sonst gäbe es ja auch keine Mischungen zwischen z.B. Eseln und Pferden oder Wölfen und Hunden .... :P

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

tolle Erklärung Andrea. Danke dafür. Und dein Morgenhimmel sieht auch super aus, so sieht es hier abends meistens aus, nur heute steckt alles im Nebel fest.

Meine Motorradteile will kein anderer Motorradhändler haben, das sind ja alles Oldtimersachen die ich habe, damit handelten nur 3 Personen auf der ganzen Welt. Den einen, den Mr. Whrite in England, den hatte ich angeschrieben und nachdem ich mich für den krumm gemacht hatte kam nix mehr. Den 3, kenne ich gar nicht, und alle anderen Gilerahändler habe ich auch abgegrast im Inet, aber die haben die neueren Modelle. Also..........

 

Bine, ich hoffe du bist bald durch mit deinem Übel. Sich nicht richtig bewegen können ist ja so nervig und dazu die ständigen Schmerzen.

Ich wünsche dir einen Sack voll Gesundheit !!!!!

 

LG

Jutta

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

danke, liebes knuffelchen! ganz durch werde ich da wohl nicht mehr kommen, ich wäre schon froh, wenn ich in den bereich des erträglichen komme und wieder einigermaßen arbeitsfähig. ich würde mich sogar operieren lassen, aber der neurochirurg hat mir keine hoffnung auf erfolg gemacht ... ich soll die finger davon lassen. die manuelle therapie ist schon gut, aber morgen habe ich einen termin in so einem speziellen Therapiezentrum .... das geht dann so in richtung krankengymnastik-rehasport. von diesen zentren gibt es nuir wenige in deutschland. ich habe mich mit vielen betroffenen unterhalten, nur einer hat gar keine beschwerden, auch die "harmlosen", operierten vorfälle sind nicht beschwerdefrei. einer mit einem schlimmen vorfall, und einer op in dem ausmaß, was auch bei mir kommen würde, hat nach einem reichlichen jahr wieder üble beschwerden über den versteiften wirbeln.

 

post-5444-0-35009200-1449599037_thumb.jpeg

 

diese umgeknickten stellen und der verschobene wirbel sind das hauptproblem meiner schmerzen. aber heute hatte ich wieder einen guten tag .... die schmerzen hielten sich in grenzen und statt 4 stunden zwischen den schmerzmedis habe ich erst nach 5 gemerkt .... der körper will drogen. ist  ist doch schon mal ne gute entwicklung!!!

Bearbeitet von BineOmi
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Mach mal lieber erst so weiter mit Physio und Co. und Schmerzmitteln, Bine. OP hilft oft auch nicht dauerhaft. Ist auf jeden Fall ein langer Weg. Ich wünsch dir alles Gute dabei.

 

Ihr habt ja viel geschrieben die letzten Tage. Einen tollen Baktus hast du bekommen, Rosalie, sehr schöne Farben, ganz klasse.

Schön dass die Freundin deines Sohnes sich auch mit Wolle beschäftigt. Da habt ihr schon was gemeinsam.

 

Mr. Ritter sieht ja gut aus, Andrea! Bringt dann bisschen frischen Wind rein in eure Gruppe. Schöne Bilder.

 

Jutta, nun hast du ja schon jahrelang versucht, die Teile zu verkaufen, aber anscheinend gibt es keinen Markt mehr dafür. Das sind ja auch ganz spezielle Teile, die nur jemand brauchen kann, der genau so eine Maschine hat.   Wenn kein Interesse da ist, ist nur die Frage, wie kommt man am günstigsten da raus? Container bestellen und verschrotten, gibt es noch was für das Metall, was will dann das Finanzamt haben, wenn du die Sachen nicht verkaufst usw. Das ist keine leichte Aufgabe und ich hoffe für dich, dass du sie mal lösen kannst, ehe dich das weiter so auffrisst.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Mr. Miller, Moni! Ob er sich dann mal ritterlich beträgt, werden wir sehen ... :P :P :P

 

Wie geht es Dir mit Deiner dicken Erkältung? Bist sicher krank geschrieben, oder? Gute Besserung!!

 

Ja, Jutta, ich hoffe auch, dass Du es bald lösen kannst mit diesem Teilehandel!

 

Und für Bine weiterhin Gute Besserung, auf dass Du die Schmerzen in Grenzen halten kannst!!

 

Hier ist wieder fast blauer Himmel, für ein weiteres schönes Foto kam ich aber zu spät von der Arbeit nach oben, da war es schon zu hell ... :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

heute war ich in diesem rückentherapiezentrum und habe mit dem therapeuten besptochen, was so alles geht und nicht .... also was gut für meinen speziellen fall ist. er hat mir das aufgeschrieben, damit auf der verordnung das richtige drauf steht. mein doc hat ja schon signalisiert, dass er mir alles verschreibt, was der therapeut sagt. oh weih, da kommen schlimme zeiten für bewegungsmuffel bine. aber ich hab auch gehört was passiert, wenn ich nichts tue. mein glück ist, daß das quartal grad zu ende geht und ich in reihe mehr behandlungen bekommen kann.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Oh, Bine, das wirst Du schon schaffen, auch wenn es sicher hart wird.

So eine konservative Therapie dauert lange und ist gemein mit den schlimmen Schmerzen ....aber ich habe heute wieder einen Fall gehört ....nee, da ist es vielleicht doch besser, dass Du nicht operiert worden bist.

 

Jutta, ich kenne mich damit so gar nicht aus, wünsche Dir auch, dass Du es bald geschafft hast  .....

 

Moni, was macht Deine Erkältung? Geht es Dir besser?

 

Ja, Moni, mit der Freundin unseres Sohnes ist es wirklich nicht einfach - sie ist sehr behindert - und dass sie so viel Spaß am "Stricken" hat und damit auch Schals fertig kriegt, finde ich wirklich klasse.

Hihi, unser Sohn mag und trägt ja keine Schals (kann er einfach nicht am Hals haben) sein von mir gestrickter Fußball Fan Schal dient als Deko ....aber der von ihr gemachte wird doch ab und zu mal getragen ....ist doch schön.

 

Liebe Grüße

 

Rosalie

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

oh menno rosalie, das find ich aber lieb von deinem sohn! und wirklich prima, daß das mädchen eine beschäftigung hat. an der sie freude findet und was dann auch noch einen verwendungszweck hat!

 

jutta, ich finde, da beißt sich die katze in den schwanz ....  die schließung des geschäftes verursacht kosten, aber die weiterführung auch. ich denke, lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende.wenn die situation so ist, wie oben beschrieben (3 händler, die das zeugs überhaupt verwerten könnten, aber nix wollen), dann hast du doch gar keine chance die teile überhaupt loszuwerden. hast du dich da mal mit deinem steuerberater kurz geschlossen?

 

moni, was macht deine erkältung? wenn ich mit husten ins bett gehe, träufel ich mir immer ein paar hustentropfen  pur auf die zunge und die wirken dann ein paar stunden, fängt der hustenreiz wieder an, wiederhole ich das .... das hilft mir sehr gut.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hihi, Andrea, ich lach mich schlapp, wie bin ich da bloß drauf gekommen???

 

Heute war ich den ersten Tag wieder arbeiten, war ganz schön anstrengend, bin doch noch bisschen schlapp. Ansonsten geht mein Husten, ich habe Tropfen und was zum Lutschen und inhaliere abends. Nur heute bei der Arbeit habe ich mehr gehustet, weil wir bei so ganz feinen Schnitten immer bisschen auf die Klinge pusten, dass die Schnitte da schön als Band runterlaufen und das löst manchmal Hustenreiz aus.

Deshalb werde ich morgen mal nicht schneiden sondern Paraffinblöcke gießen. Da bin ich eh nur bis mittags da und morgen ohne Verlängerung. Sonst bleibe ich Freitags oft länger, wenn viel zu tun ist, aber jetzt muss ich mich auch wieder bißchen ausruhen nachmittags.

 

Ansonsten wird es ja von Tag zu Tag besser und dann ist ja auch schon wieder Wochenende.

 

Rosalie, ist ja schlimm, wenn jemand so behindert ist, da ist es besonders schön, wenn sie etwas hat, was ihr Spaß macht und dann noch was dekoratives dabei rauskommt. Schön, wenn sie sich dann darüber freut.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Rosalie, toll dass die Freundin deines Sohnes ein Hobby gefunden hat, vieleicht macht sie das auch ein wenig ruhiger ?

 

Bine, dein Röntgenbild sieht ja nicht grad gut aus, aber auch ich bin gegen eine OP, solange das anders funktioniert. Du wirst dich an Sport gewöhnen und es lieben lernen. Ich bin auch kein Sportsfreund und hatte es tatsächlich mal geschafft auch danach süchtig zu werden. Ich kenne immer noch meine Übungen wenn ich Kreuzschmerzen bekomme, die ich dann schnellstens mache.

 

Moni, gut dass es dir wieder besser geht. Gegen Hustenreiz lutsche ich geren Emser Salz Pastillen.

 

Übrigens soll ich euch ganz lieb von Rosi grüßen. Sie versucht bald mal ins Forum zu kommen.

 

LG

Jutta

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hier mal eine Weihnachtsgeschichte für euch :

Die Weihnachtskatze

Verfasser James Herriot(1916 - 1995)

Wenn ich an Weihnachten denke, fällt mir immer eine ganz bestimmte kleine Katze ein. Zum erstenmal begegnete ich ihr an einem Herbsttag, als Mrs. Ainsworth mich gebeten hatte, nach einem ihrer Hunde zu sehen. Überrascht schaute ich mir das kleine struppige Geschöpf an, das da vor dem Kamin saß.

"Ich wußte gar nicht, daß Sie eine Katze haben", sagte ich.

Mrs. Ainsworth lächelte. "Wir haben auch keine. Das ist Debbie. Sie ist eine Streunerin. Sie kommt zwei- oder dreimal in der Woche, und wir geben ihr etwas zu fressen."

"Haben Sie den Eindruck, daß sie bei Ihnen bleiben möchte?"

"Nein." Mrs. Ainsworth schüttelte den Kopf. "Sie ist ein scheues kleines Ding. Kommt hereingeschlichen, frißt ein bischen, und schon ist sie wieder weg. Sie hat etwas Rührendes, aber sie will offenbar weder mit mir noch mit irgend jemand sonst etwas zu tun haben."

Ich sah mir die Katze wieder an. "Aber heute will sie nicht einfach nur gefüttert werden."

"Das stimmt. Es ist komisch, aber ab und zu kommt sie hereingehuscht und sitzt ein paar Minuten am Kamin. Als ob sie sich einmal etwas Gutes gönnen möchte."

"Ja, ich verstehe." Es war etwas Außergewöhnliches in Debbies Haltung. Sie saß kerzengerade auf dem dicken Teppich vor dem Kamin und machte keine Anstalten, sich zusammenzurollen oder zu putzen, sondern blickte nur still vor sich hin. Und irgend etwas an dem staubigen Schwarz ihres Fells, ihrem halbwilden, mageren Äußeren sagte mir, daß das hier ein besonderes Ereignis in ihrem Leben war, eine seltene und wunderbare Sache. Sie genoß voll Wonne eine Behaglichkeit, von der sie sonst nicht einmal träumen konnte.

Während ich sie noch beobachtete, drehte sie sich um, schlich lautlos aus dem Zimmer und war fort. "So ist das immer mit Debbie", lachte Mrs. Ainsworth. "Sie bleibt nie länger als zehn Minuten."

Mrs. Ainsworth war eine mollige Frau mit freundlichem Gesicht, etwas über vierzig und genau so, wie ein Tierarzt sich seine Kunden wünscht - wohlhabend, großzügig und Besitzerin von drei verhätschelten Bassets. Der für diese rasse typische leidende Gesichtsausdruck brauchte sich nur ein wenig zu verstärken, und schon geriet Mrs. Ainsworth in größte Aufregung und eilte ans Telefon.

Meine Besuche bei Mrs. Ainsworth waren deshalb häufig, aber ohne ernsten Hintergrund, und ich hatte reichlich Gelegenheit, die Katze zu beobachten, die mich brennend interessierte. Einmal lagen die drei Bassets malerisch auf dem Kaminteppich und schnarchten, während Debbie in ihrer üblichen Haltung mitten unter ihnen saß - aufrecht, angespannt, den Blick traumverloren auf die glühenden Kohlen gerichtet.

Diesmal versuchte ich mich mit ihr anzufreunden. Mit geduldigem Schmeicheln und sanftem Zureden gelang es mir, mit einem Finger ihren Hals zu streicheln. Sie antwortete darauf, indem sie sich an meiner Hand rieb, wandte sich aber gleich danach zum Aufbruch. Sobald sie aus dem Haus war, schoß sie durch eine Lücke in der Hecke, und das letzte, was ich sah, war eine kleine schwarze Gestalt, die über das nasse Feld flitzte.

"Ich möchte nur wissen, wohin sie geht", sagte ich leise vor mich hin.

Mrs. Ainsworth stand plötzlich neben mir. "Wir sind bis heute nicht dahintergekommen.

Erst am Weihnachtsmorgen hörte ich wieder von Mrs. Ainsworth. Sie entschuldigte sich gleich: "Es tut mir so leid, Mr. Herriot, daß ich Sie ausgerechnet heute belästige." Aber bei aller Höflichkeit konnte sie die Sorge in ihrer Stimme nicht verbergen. "Es ist wegen Debbie. Irgend etwas stimmt nicht mit ihr. Bitte kommen Sie schnell."

Als ich über den Marktplatz fuhr, dachte ich wieder einmal, daß Darrowby an Weihnachten aussah wie zur Zeit von Charles Dickens: der menschenleere Platz mit dem hohen Schnee auf dem Kopfsteinpflaster, der auch von den Traufen längs der gitterbekrönten Dachkanten herabhing, die bunten Lichter der Christbäume, die durch die Fenster der dicht zusammengedrängten Häuser funkelten, freundlich und einladend vor dem kalten Weiß der dahinterliegenden Hügel.

Mrs. Ainsworths Haus war über und über mit Lametta und Stechpalme geschmückt; aus der Küche drang ein verführerischer Duft von Truthahn mit Salbei- und Zwiebelfüllung. Aber ihre Augen blickten sorgenvoll, als sie mich durch die Diele führte. Debbie lag regungslos auf der Seite, und dicht neben ihr, an sie geschmiegt, ein winziges schwarzes Kätzchen. "Ich habe sie einige Wochen nicht gesehen", sagte Mrs. Ainsworth. "Dann kam sie vor etwa zwei Stunden hierher - stolperte irgendwie herein und trug das Junge im Maul. Sie legte es auf den Teppich, und ich habe mich zuerst darüber amüsiert. Aber dann sah ich, daß etwas nicht stimmte."

Ich kniete nieder und fühlte mit der Hand über Debbies Hals und Rippen. Sie war magerer als je zuvor, ihr Fell war schmutzig und schlammverkrustet. Als ich ihr Augenlid herunterzog und die glanzlose weiße Bindehaut sah, wußte ich Bescheid. Während ich den Unterleib abtastete, schlossen sich meine Finger um einen harten Knoten tief in den Eingeweiden. Fortgeschrittenes Lymphosarkom. Endstadium und hoffnungslos.

Ich sagte es Mrs Ainsworth. "Sie liegt im Sterben - im Koma; sie leidet nicht mehr."

"Oh, das arme Ding!" Sie schluchzte und streichelte immer wieder den Kopf der Katze, während ihre Tränen auf das verfilzte Fell tropften. "Was muß sie durchgemacht haben! Ich hätte mehr für sie tun sollen."

Ein paar Augenblicke schwieg ich, denn ich verstand ihren Kummer. Dann sagte ich beruhigend: "Niemand hätte mehr tun können, als Sie getan haben."

"Aber ich hätte sie hierbehalten sollen - sie hätte es gut gehabt. Es muß schrecklich gewesen sein da draußen in der Kälte, als sie so krank war. Und dann hatte sie auch noch Junge! Wie viele mögen es wohl gewesen sein?"

Ich zuckte die Achseln. "Das werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht nur dieses eine. Manchmal kommt das vor. Und ausgerechnet zu Ihnen hat sie es gebracht, überlegen Sie mal."

"Ja, das schon." Als Mrs. Ainsworth das schmutzige schwarze Bündel aufhob, öffnete sich das winzige Mäulchen zu einem tonlosen Miau. "Ist das nicht seltsam? Sie war schon halb tot und brachte ihr Junges hierher. Und gerade zu Weihnachten."

Ich beugte mich nieder und legte die Hand auf Debbies Herz. Es schlug nicht mehr. Ich hüllte den kleinen Körper in ein Tuch und trug ihn in den Wagen. Als ich zurückkam, streichelte Mrs. Ainsworth noch immer das Kätzchen, und ihre Tränen waren versiegt. "Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Katze."

Ich lächelte. "Nun, es sieht ganz so aus, als hätten Sie jetzt eine."

Das Kätzchen wuchs rasch zu einem schönen Kater heran, dem sein ungestümes Wesen den Namen Frechdachs einbrachte. Er war in jeder Hinsicht das Gegenteil seiner scheuen Mutter. Wie ein König stolzierte er über die prächtigen Teppiche im Hause Ainsworth.

Bei meinen Besuchen beobachtete ich mit Vergnügen, wie er sich entwickelte, und ganz besonders gern erinnere ich mich an das Weihnachtsfest ein Jahr nach seinem Einzug.

Ich war wie üblich unterwegs gewesen - die Tiere haben bis heute nicht gelernt, Weihnachten als einen Feiertag anzusehen. Das viele Anstoßen mit gastfreundlichen Bauern hatte mich in eine rosige Stimmung versetzt, und auf dem Heimweg hörte ich Mrs. Ainsworth rufen: "Frohe Weihnachten, Mr. Herriot! Kommen Sie herein, und trinken Sie etwas zum Aufwärmen!" Das Aufwärmen hatte ich nicht nötig, aber ich fuhr ohne zu zögern in die Auffahrt. Im Haus war alles froh und festlich wie ein Jahr zuvor. Und diesmal gab es keinerlei Grund zu irgendeinem Kummer - Frechdachs war ja da.

Mrs. Ainsworth lachte. "Wissen Sie, für die Hunde ist er ein rechter Quälgeist." Für die Bassets war das Auftauchen des Katers so etwas wie das Eindringen eines Flegels in einen exklusiven Klub.

"Ich möchte Ihnen etwas zeigen." Mrs. Ainsworth nahm einen harten Gummiball von einem Schränkchen und ging hinaus. Frechdachs folgte ihr. Sie warf den Ball über den Rasen, und der Kater sprang ihm nach; dabei konnte man seine Muskeln unter dem schwarzglänzenden Fell spielen sehen. Er packte den Ball mit den Zähnen, trug ihn zu seiner Herrin, ließ ihn fallen und wartete gespannt. Ich traute meinen Augen nicht. Eine Katze, die apportierte!

Die Bassets schauten voller Verachtung zu. Nichts hätte sie jemals dazu bringen können, hinter einem Ball herzujagen.

Mrs. Ainsworth wandte sich zu mir: "Haben Sie so etwas schon einmal gesehen?"

"Nein", erwiderte ich, "noch nie. Das ist ja wirklich ein ganz besonderer Kater."

Sie nahm Frechdachs auf, hielt ihn dicht ans Gesicht und lachte, als er schnurrte und sich verzückt an ihre Wange schmiegte.

Als ich ihn ansah, ein Bild des Glücks und der Zufriedenheit, mußte ich an seine Mutter denken. Ging ich zu weit, wenn ich mir vorstellte, daß diese todkranke Kreatur mit letzter Kraft ihr Junges zu dem einzigen behaglich warmen Plätzchen brachte, das sie je kennengelernt hatte, in der Hoffnung, daß es ihm dort gut gehen werde? Vielleicht.

Aber ich war offenbar nicht der einzige, der so dachte. Mrs. Ainsworth lächelte mir zu. "Debbie würde sich freuen", sagte sie.

Ich nickte. "Ja, ganz sicher. Es war genau heute vor einem Jahr, als sie ihn herbrachte, nicht wahr?"

"Ja." Sie drückte Frechdachs an sich. "Das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe."

Habteinen schönen dritten Advent

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

...eine nette Geschichte, Jutta. Die liest sich sogar für mich nett, so als NichtKatzenFreund! Ich bin ja mehr der HundeFreund, die machen wenigstens, was Herrchen/Frauchen wollen! ...aber das wisst Ihr ja, hoffe mir nimmt das niemand übel.

aber trotzdem .... gibt es zu weihnachten bei den katzen nachwuchs? ich dachte immer im mai und im herbst.

 

Ich wünsche Euch allen einen schönen Wochenstart .... ich guck dann heute am Abend nochmal hier vorbei.

 

Ach da fällt mir nochwas ein. Judith, eben wollte ich mal wieder in Deinem Blog stöbern, dachte , dort finde ich noch ein paar Bilder mehr von Kathrins Geburtstagsgeschenk .... aber nein, der wurde ja schon seit August nicht mehr beaarbeitet. Und dabei habe ich den sooooo gerne besucht! Führst Du den gar nicht mehr weiter? :unsure: :unsure: :unsure:

Bearbeitet von BineOmi
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bine, auf dem Strickschiff wurde ich auch auf meinen Blog angedprochen. Ubd meine Woolfrau aus Brugg hat sich oigar schon Sorgen um mich gemacht.

Auf die letzten Blogeinträge habe ich extrem viele Spam-Mitteilungen bekommen. An einem Tag waren es üner 90 Stück. Ich weiss nicht, wie ich das abstellen kann. Aber ich habe mir vorgenommen, mal rauszufinden, wie ich die Spams abschmettern kann. Ich denke, dass ich mich nach Weihnachten, also im neuen Jahr mal drum kümmere.

Jetzt stricke ich mal an Inkas Weihnachtssocken weiter. Nachher muss ich wieder mit Linus zum Xylophon-Unterricht. Während er spielt, gehe ich dann mal kurz zur Post, eine Vignette fürs nächste Jahr kaufen. Sonst vergesse ich das noch!

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Gast
Dieses Thema wurde nun für weitere Antworten gesperrt.
 Teilen

×
×
  • Neu erstellen...